BMW Z3-Roadster – Von Beginn an ein Kultfahrzeug
Mit dem Z3-Roadster gelang BMW im Jahr 1996 ein echtes Meisterstück. Angelehnt an die klassischen englischen Roadster und als Nachfolger des in den 1950er-Jahren gebauten 507 schuf BMW Mitte der 1990er-Jahre mit dem Z3 ein modernes Kult-Auto.
Langer Radstand, lange Haube und ein kurzes Heck, dazwischen nur zwei tief ausgeformte Sitze. Einen echten Coup landete BMW 1995 mit der Platzierung des Fahrzeugs im James-Bond-Film „GoldenEye“. Noch bevor der Z3 im März 1996 bei den deutschen BMW-Händlern präsentiert wurde, konnte ein breites Publikum den Roadster weltweit im Kino bewundern.
Schon im Jahr der Markteinführung überschüttete das internationale Fachpublikum den Z3 mit Auszeichnungen und aufgrund der hohen Nachfrage kam es zu langen Lieferzeiten.
Während die ersten Roadster nur Vierzylindermotoren besaßen, brachte BMW 1997 den ersten Sechszylinder. Der 2.8-Liter Reihensechszylinder aus dem 3er-BMW mit der interne Bezeichnung M52 besitzt ein hohes Drehmoment und lässt genussvolles Gleiten ebenso zu wie dynamisches Kurvenfahren. So erreicht der Motor in nur rund 7 Sekunden die 100km/h-Marke.
Als Alternative zum 5-Gang Getriebe bot BMW auch eine 4-Gang-Automatik an. Als ultimative Fahrmaschine wartete der M-Roadster mit 236kW (321PS) und 350Nm Drehmoment 1998 auf seine Fahrer. Im Sommer 1999 gönnte BMW dem Roadster ein Facelift. Die Modelle nach dem Facelift unterscheiden sich sowohl von der Karosserie als auch vom Innenraum von ihren Vorgängern. Lediglich die M-Variante behielt durchgängig die Karosserieform.
Das Z3-Coupé ergänzt 1998 das Angebot
Angetrieben vom Erfolg des Roadster brachte BMW 1998 eine Coupé-Version des Z3 auf den Markt. Ebenfalls anfänglich mit der 2.8-Liter-Maschine. Dieser oft als Turnschuh oder auch Clown-Schuh verspottete Wagen polarisierte das Publikum. Während einige schon damals fasziniert von der Form waren, lehnte die Mehrheit der Kunden das Fahrzeug ab.
Das Coupé wurde nur mit Sechszylindermotor gebaut. Während in den Modelljahren von 1998 bis 2000 der 2.8er seine Arbeit verrichtete, wurde dieser Motor im Jahr 2000 durch den neuen 3.0 Reihensechszylinder mit 170kW (231PS) ersetzt.
Analog zum Roadster war auch beim Coupé die M-Version das Maß aller Dinge. Von den bis zum Produktionsende im Jahr 2002 knapp 280.000 gefertigten Z3 waren nur etwas mehr als 18.000 Coupés. Diese geringe Stückzahl, die kurze Bauzeit und die Tatsache, dass es kein Facelift gab, machen das Coupé heute so begehrt.
Benkel Classic und die Liebe zum BMW Z3
Wahrscheinlich liegt es an meinem beruflichen Werdegang, dass sich Benkel Classic im Laufe der Jahre immer mehr auf die BMW Z3 spezialisierte. Als BMW-Mitarbeiter in der Münchener Konzernzentrale hatte ich 1996 einen direkten Bezug zu den Z3-Launchaktivitäten des Herstellers. Die Faszination für dieses Fahrzeug lies mich seit dem nicht mehr los.
Seit 2008 ist es unser Ziel bei Benkel Classic die schönsten dieser legendären Fahrzeuge europaweit zu finden und bei uns in der Classic-Werkstatt technisch und optisch in einen fast neuwagenartigen Zustand zu versetzen, um Sie dann wieder europaweit an Enthusiasten und Sammler zu verkaufen.
Wir konzentrieren uns dabei nur auf die Modelle mit den durchzugsstarken Sechszylindermotoren: Angefangen mit den beiden 2.8er-Motoren, dem M52 und dem technisch überarbeiteten M52TU, weiter mit dem nur kurz verbauten 2.0-Liter, über die moderneren 2.2- und 3.0-Liter Motoren bis hin zu den beiden in den M-Modellen zum Einsatz gekommenen S 50- und S54-Triebwerken.
Gerade Rennsportbegeisterte lieben den mit seinen 239kW (325PS) nach maximaler Drehzahl gierenden S54-Motor, der übrigens im Gegensatz zu den anderen Sechszylindermotoren direkt von der BMW M-GmbH entwickelt und gefertigt wurde.
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